Was das alles hier soll:


Vor einiger Zeit wollte ich eine kleinere Steuerungsaufgabe mit Hilfe einer C-Control 1 von Conradelektronik umsetzen.
Aber man ist ja nie zufrieden, und so wurde die Unit irgendwann 'zu klein'. Also legte ich mir eine neue C-Control II zu.
Schon klasse, in einem Gehäuse und mit einem integriertem Display. Aber eben auch sehr teuer.
Zu meinem grossen Entsetzen und meiner mir wohl angeborenen Ablehnung der Programmiersprache C gegenüber (bin ich wohl zu blöd für), musste ich feststellen, dass ich tatsächlich nicht zurechtkam mit dem Gerät bzw. seiner Programmierung, um mal eben schnell eine Idee umzusetzen.
In Gesprächen mit anderen C-Control-Anwendern stellte ich fest, dass es nicht nur mir so ging.

Eigentlich fand ich die Art der C-Control 1 gar nicht schlecht:

Ich hatte nun ja auch schon einige Erfahrung mit der Unit und natürlich steuerte ich mittlerweile auch mein ganzes Haus damit . Also neu Lernen und neu Schreiben und neu Bezahlen war nicht die richtige Lösung hinsichtlich der Aussicht, dass Conrad früher oder später dann mit einer C-Control III rauskommt.

Es musste also eine andere Lösung her ! Schon immer hatte ich mit den AVR-Controllern von Atmel geliebäugelt und genau hier lag auch die Antwort.

Die AVR's haben eine von dem Microcontroller der C-Control abweichende Architektur.
Der Motorola MC68HC05 ist, wie auch die meisten anderen Controller und Prozessoren, auf einer Architektur aufgebaut, die sich "von Neumann"-Architektur nennt.
Die Atmelcontroller basieren auf der sogenannten "Harvard"-Architektur.
Der entscheidende Unterschied dieser beiden Architekturen liegt darin, dass die "von Neumann"-Architektur einen Bus für die Daten und Befehle nutzt. Das bedeutet, dass eigentlich immer mehrere Arbeitstakte pro Befehl benötigt werden (ein Befehl benötigt in der Regel auch immer Daten).
In der "Harvard"-Architektur kommt man idealerweise mit nur einem Takt aus, da jeweils ein Bus für die Daten und für die Befehle zur Verfügung stehen.
Praktisch bedeutet das: pro Takt vom Quarz kann auch ein Befehl ausgeführt werden.
Bei den AVRs kommt man im Idealfall also bei einem 8Mhz-Quarz auf 8 Millionen Befehle in der Sekunde, das sind 8 MIPS (Millionen Instruktionen pro Sekunde)  ODER  125 Nanosekunden (ns) pro Takt (Befehl). Hinzu kommt, dass die C-Control intern mit halben externen Takt arbeitet, was bedeutet, dass wenn extern ein 8MHz-Quarz arbeitet, die interne Geschwindigkeit jedoch nur 4MHz beträgt.
Neben diesem riesigen Geschwindigkeitsvorteil waren Dinge wie Verfügbarkeit und Preis der Controller natürlich auch entscheidend.

Aus all diesen Überlegungen ist im April 2003 dieses Projekt entstanden, welches zum Ziel hatte, das bewährte und einfache System der C-Control für einen moderneren 8 Bit Controller zu schreiben. Idealerweise schreibt man ein Betriebssystem in Assembler, zumindest die ersten wichtigen Kernfunktionen.
Nun, das Betriebssystem ist für meine Ansprüche fertig. Aber ich denke, man kann es noch weiterentwickeln.
Aus diesem Grunde haben wir diese Seite eingerichtet. Hier wird das Betriebssystem offengelegt und vielleicht auch in einer Form dargestellt, die es auch Anfängern erlaubt, etwas zu verstehen. 

Also wer Interesse hat ...

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